Zurück aus Straßburg.
29 06 2005
KZ Natzweiler, Wachturm im KZ, Europaparlament in Straßburg
Ein Tagesausflug nach Frankreich macht Spaß - besonders bei über 40 Grad Celsius! Genau so erging es uns gestern…
Gestern morgen, 7:30 Uhr: Fast drei Klassen aus der Unterstufe warten auf den Bus. Und warten, und warten. Gegen 8 Uhr kam dann endlich der Bus, aber da war 57 Schüler angemeldet waren, bekamen wir nicht den geilen Drei-Sterne Bus, sondern einen.. ähhh… nicht soo tollen Bus. Da aber gegen 8 Uhr immer noch nicht alle Schüler da waren, mussten wir noch ne halbe Stunde vor der Schule warten, bis dann alle an Bord waren -_-.
Wie gesagt, der Bus war kein Drei-Sterne Bus, und aus diesem Grund war es auch kein Wunder, dass die Klimaanlage nicht richtig funktionierte. Also schwitzten wir uns den Schweiß aus unseren Körpern, bis wir endlich bei Karlsruhe eine Pause einlegten, um uns erfrischen zu können. Nach der Pause ging’s über die Autobahn, und dann später in Frankreich über eine Landstraße gen Natzweiler. Kurz vor Natzweiler, in einem Ort, dessen Namen ich nicht mehr weiß, wollten wir noch kurz eine Pause machen, damit wir uns ein paar Getränke kaufen konnten. Blöd nur, dass gegen 13 Uhr alle Geschäfte zu hatten, und erst wieder um 14 Uhr öffnen wollten. TOLL!
Also ging’s nach ner Planscherei an einem Brunnen hoch ins KZ Natzweiler, dass (wie sollte man anders denken) geschlossen hatte. Ja super -_-. Das KZ macht nämlich auch ne Mittagspause, die um 14 Uhr endet. Da wir also noch Zeit hatten bis 14 Uhr, gingen wir zu fuß den alten Gefangenen Weg herunter, der zur Gaskammer führt. Als wir unten ankamen, erschien uns ein bekanntes Bild: auch das Gaskammergebäude war geschlossen - wegen Umbauarbeiten. Also gingen wir nebenan in die Gaststätte (die nebenbei sau teuer ist, so wie alles in Frankreich) und haben Eis gegessen. Glücklicherweise gab es dort auch deutsche Kellnerinnen, sodass wir auch auf deutsch bestellen konnten. Was mich wunderte: in der Gaststätte wurde ein Kindergeburtstag gefeiert – ich meine, wie kann man nur in einem ehemaligen KZ Geburtstag feiern… Nach einer Weile ging es wieder in unseren heißen Bus nach oben ins KZ.
Endlich konnten auch wir rein gehen und uns dort alles anschauen. Obwohl nur noch 4 Baracken stehen (wobei das Museum geschlossen hatte, weil nebenan ein neues Museum gebaut wird), gab es nicht wirklich viel zu sehen. Neben den kleinen Bunkerzellen, dem Krematorium und anderen kleinen Räumen ist nicht mehr viel übrig geblieben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort mal 7000 (!!) Menschen “gelebt” haben! Ein so kleines Lager, mit so vielen Menschen…
Nach knapp 1 1/2 Stunden ging es dann nach Straßburg. Kaum steht unser Bus auf einem Parkplatz, schon kommen Fünf oder mehr Verkäufer, und bieten uns Sonnenschutzmützen, blinkende Feuerzeuge, Gürtel, Uhren und what ever an. Selbst auf dem Weg zu dem Ausflugsschiff kamen die ganzen Verkäufer uns hinterher :-D.
Auf dem Schiff haben wir uns dann eine Stunde lang Straßburg angeschaut, und ich muss sagen, dass Straßburg eine schöne Stadt ist. Wer mal Zeit hat, kann ja mal für zwei Tage da hinfahren. Einziger Nachteil: es ist alles sehr teuer, wobei das eher ganz Frankreich betrifft. Wo sonst zahlt man bei McDonalds für einen Milchshake und Pommes 4,20 Euro (in Deutschland sind es 2,80 Euro)? Jedenfalls durften wir uns noch knapp 1,5 Stunden in Straßburg aufhalten, und in unseren kleinen Gruppen hatten wir recht viel Spaß.
Um 19 Uhr ging es zurück nach good-old Germany, wo wir dann auch um 22 Uhr wieder ankamen.
Fazit:
Obwohl das KZ Natzweiler eine Gedenkstätte ist, lohnt es sich eher, nach Buchenwald zu fahren, da man fast die selbe Zeit benötigt von hier aus, und weil es in Buchenwald ein “richtiges” Museum gibt, in dem man viel mehr erfährt, als in Natzweiler. Nichts desto trotz sollte man Gedenkstätten weiter pflegen. Denn noch mal darf so etwas nicht passieren, dass Menschen unsinnig umgebracht werden.
Extra: Und hier ist ein lustiges von einer Mülltonne und mir -____-
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